Kernal Expansion

Kernal Expansion



Title: Kernal Expansion
Author: Barrett, Natasha
Date: 2009
Type: Sound
Abstract: Elektronische Musik besitzt mittlerweile eine Geschichte, vielfältige Stilausprägungen – eine Tradition, und wir komponieren, diese Geschichte entweder ignorierend oder an sie angelehnt, im Moment ihrer Entstehung. »Kernel Expansion« besteht aus drei intern verbundenen Sektionen und spricht die Essenz des Sounds in seiner reichen Mannigfaltigkeit, Doppeldeutigkeit und Schizophrenie an. Entwürfe entstanden durch Ausmalen der Sounds und Sprache in der akusmatischen Tradition, in der Absicht die Idee aufzugeben eine Sprache neu zu erfinden aber in der Absicht, M u s i k zu erkunden. Ausgehend von diesen ersten musikalischen Skizzen bildete sich die Sprache des Werks heraus. Innere Freiräume und Klangfarben verkehren sich in äußere Freiräume und Anspielungen. Rhythmen und Artikulationen, die in natürlichen Geräuschen eingebettet sind, entwickeln sich zu kontrollierbaren Performances natürlicher Instrumente: eine Schlagzeugresonanz und die Vögel der mexikanischen Golondrinas, die Schneeschmelze und das Zusammenstoßen von Stößel und Reibschale. Dualitäten wie diese werden genutzt um unverbundene Materialien miteinander zu verbinden bis sich diese zu einer musikalischen Singularität verdichten. »Kernel Expansion« entstand in den Studios des ZKM mit zusätzlicher Hilfe des Norwegian Cultural Council. Die folgenden technischen Anmerkungen mögen für den einen oder anderen Zuhörer von Interesse sein. »Kernel Expansion« wurde räumlich in einem hybriden Ambisonics-Format komponiert. Einige der Klangmaterialien wurden mit einem »B-Format«-Mikrofon aufgenommen, andere in Ambisonics höherer (dritter) Ordner synthetisiert. Die Uraufführung des Werkes sollte auf dem aus 43 Lautsprechern bestehenden ZKM_Klangdom wiedergegeben werden, wofür ich einen praktikablen Ansatz zur Ambisonics-Dekodierung finden musste. Aus technischen Gründen habe ich anstatt eines Ambisonics-Dekodierers eine alternative Methode zur Klangseparation gewählt, die von der »puristischen« Ambisonics-Theorie abweicht. Eine letzte Schicht mit standardmäßiger oktophonischer Intensitäts-Stereofonie wurde hinzugefügt und mittels Zirkonium-Software (basierend auf Vbap) im Klangdom positioniert. Diesen traditionellen panning layer fand ich wichtig, da dessen Flachheit die Dreidimensionalität der Ambisonics-Abbildung hervorhebt.
Extent: 00:14:26
URI: http://hdl.handle.net/10858/15309
Producer: ZKM | Institut für Musik und Akustik;
Norwegian cultural council

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