Bali-Projekt

Bali-Projekt



Titel: Bali-Projekt
Titel: Ein Ereigniserfassungssystem für die automatische Transkription von Musik auf Idiophonen
Autor: Goebel, Johannes; Dutilleux, Pierre; Herdy, Andreas; Ruoff, Rudolf; Kartadinata, Sukandar
Datum: 1999 / 2007 / 2010
Gattung: Presentation
Abstract: Die balinesische Musik übt auf viele Kenner eine große Faszination aus. Gerade die Musik des Gender Wayang, die das Schattenspiel begleitet, hat eine solche Vielfalt und Komplexität entwickelt, dass sie letztlich nur von den vier Spielern und dem Schattenspieler erfassbar ist. Alle Methoden, diese Musik in ihren Details zu dokumentieren – sei es durch Ton- oder durch Filmaufnahmen – , schlugen fehl. Eine der Hauptthemen auf dem Gebiet des musikalischen Einsatzes digitaler Technologie beschäftigt sich mit den Möglichkeiten, aus einer musikalischen Aufnahme eine Notation des Gespielten zu erstellen: Ein »digitales Ohr« lauscht der Musik, kann sie zum Beispiel in Noten umsetzen oder weiß, wo sich die Musik gerade in einem Musikstück befindet, wenn der Computer die Partitur einprogrammiert bekommen hat. Ein »hörender Computer« ist aber äußerst schwierig zu entwickeln und verlangt letztlich ein Expertensystem als Programm, das über weitreichende musikalisch-stilistische und akustische Informationen in feiner Verknüpfung verfügt. Ein solcher Partiturverfolger wurde speziell für das Blasinstrument Tuba in einer Diplomarbeit am ZKM entwickelt, der dann für künstlerische Arbeiten eingesetzt wurde. Die eng verzahnten musikalischen Linien des Gender Wayang stellen eine besondere Herausforderung dar – schon für das menschliche Ohr. Die virtuose Spieltechnik und die musikalische Struktur erlauben nur vom Hören her kaum eine Identifikation dessen, was die einzelnen Spieler des Quartetts spielen. Im ZKM wurde nun spezielle Hardware entwickelt und gebaut, mit der auf Bali das Repertoire des Meisters I Wayan Loceng im Computer aufgenommen wurde. Um diese Daten auf ihre Richtigkeit zu überprüfen und »handhabbar« zu machen, mussten Signalverarbeitungsprogramme erstellt werden. So entstand eine komplexe Arbeitsumgebung, die unter anderem auch eine Notation ermöglicht – aber natürlich keine, die wie unsere westliche aussieht. Das Forschungsprojekt wurde von Johannes Goebel, Pierre Dutilleux, Andreas Herdy, Sukandar Kartadinata und Thomas Ruoff als Team realisiert.
URI:
http://hdl.handle.net/10858/14243
Producer: ZKM | Institut für Musik und Akustik

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